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AEK feiert 125 Jahre

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Aare-Emme Kanal
1870

Bereits um 1870 wurde die Erstellung eines Wasserkraftwerks bei Solothurn (u.a. zwischen Dreibeinskreuz und dem Wylihof bei Luterbach) in Erwägung gezogen. Wie so oft fehlte aber das Geld für eine Realisierung. Und somit dauerte es noch ein paar Jahre, bis die Elektrizität in der Region Solothurn Einzug hielt.

1879
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Bildquelle: Wikipedia (Techn. Museum Wien)

Im Sommer 1879 wurde in St. Moritz die erste Gleichstrom-Lichtbogen-Beleuchtungsanlage der Schweiz und das erste kleine Wasserkraftwerk mit rund 7 kW Leistung zur Beleuchtung des Speisesaals im Kulm Hotel St. Moritz in Betrieb genommen.
Speziell war, dass das Kraftwerk nur im Sommer Strom liefern konnte, da der Bach im Winter kein Wasser führte.

1886
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Bildquelle: Wikipedia (EWL Luzern)

Im Mai 1886 lieferte das erste schweizerische Kraftwerk Thorenberg in Littau – es war das erste weltweit – erstmals Strom (Wechselstrom) über ein Stromnetz an Dritte.

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Die Stadt und die Region Solothurn wurden 1886 erstmals mit dem Phänomen «Elektrizität» direkt konfrontiert. Josef Müller aus Solothurn erwarb die Konzession der Oesch-Wasserkraft und liess durch die Maschinenfabrik Oerlikon eine Kraftwerkanlage mit einer 8 km langen Freileitung zur Schanzmühle (später Sphinxwerke) bauen. Diese wurde zur Übertragung von 50 PS in Gleichstrom mit einer Spannung von 2'000 Volt genutzt.

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Bildquelle: Buch Solothurner Pioniergeist

Euseb Vogt arbeitete 1889 ein Projekt für eine Wasserkraftanlage im Gebiet Emmenholz-Deitingerschachen aus. Noch im gleichen Jahr erwarb die Solothurner Kreditbank das Projekt von Euseb Vogt.

1890

Mit der Unterstützung von Zürcher Finanzkreisen wurde in Zürich die «Gesellschaft des Aare- und Emmenkanals» gegründet, die am 30.12.1890 ins Handelsregister Solothurn eingetragen und auch der Sitz nach Solothurn verlegt wurde. Die Solothurner Kreditbank verkaufte das Vogt'sche Projekt an diese Gesellschaft. Das vorliegende Projekt wurde jedoch nicht realisiert und in der Folge ein Neues ausgearbeitet.

1891
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Das neue Projekt wurde durch Herrn Sigmund Grosjean erarbeitet, welches nun aus einem 1’275 m langen Oberwasserkanal (Aare- Emmenkanal) und einem Turbinenhaus bei der Wylihofbrücke in Luterbach bestand. Die geplante Leistung lag bei
700-800 PS. Am 10. August 1891 erfolgte der Spatenstich für das Wasserkraftwerk Luterbach.

1894
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Aufnahme des Vollbetriebs des KW Luterbach (6 Turbinen à 140 PS) im Frühjahr 1894. Der Betrieb des Kraftwerks übernahm die Gesellschaft des Aare- und Emmenkanals" (AEK). Dies kann als eigentlicher Anfang der Geschichte der AEK festgehalten werden.

Als erster Kunde aus den Anfängen der AEK bezog die Zementfabrik Wylihof (Gründer Robert de Vigier) mechanische Antriebsleistung direkt ab der Turbinenwelle.

1895
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Nach mehreren zähen Verhandlungen in den vor-hergehenden Jahren erfolgte ab 1. Oktober 1895 die Belieferung der Stadt Solothurn mit Strom. Die Verhandlungen gestalteten sich nicht zuletzt deshalb äusserst schwierig, weil das zu jener Zeit in privatem Besitze befindliche Gaswerk Solothurn die Einführung von Elektrizität zu verhindern suchte.

1898

Als erste Landsgemeinde erhielt 1898 die Gemeinde Luterbach Strom zum Betrieb von 14 Strassen-leuchten.

1899

Nachdem die Stadt Solothurn 1896 die Übernahme der Aktien der AEK ablehnte, übernahm 1899 die Deutsche Gesellschaft für elektrische Unternehmungen mit Sitz in Frankfurt a.M. einen Grossteil. Und nachdem die Stadt Solothurn erneut einen Aktienkauf ablehnte, 1901 den restlichen Teil der AEK-Aktien.

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Infolge starker Zunahme des Strombedarfs wurde entschieden, ergänzend zum Wasserkraftwerk zusätzliche Aushilfskraft zu installieren. Daraufhin wurde 1899 eine 300 PS Dampfmaschinenanlage im Unterwerk des KW Luterbach in Betrieb genommen.
(Erster Verbundbetrieb «Wasser-/Dampf-Kraftwerk» in der Schweiz)

1902

Im Jahr 1902 trat das erste nationale Elektrizitätsgesetz für Stark- und Schwachstromanlagen in Kraft.

1908

1908 erhielt der Bund die Oberaufsicht über die Nutzbarmachung der Wasserkraft.

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Bildquelle: Verlag Wehrli (Sammlung RH)

Mitverantwortlich für eine rasche Entwicklung der Elektrizitätsversorgung in der Schweiz waren auch die Berg- und Eisenbahnen. Die Elektrizität erlaubte den Bau und Betrieb sehr vieler Bergbahnen (Zahnrad-, Standseil- und Schwebebahnen).

Bei der Eisenbahn war beispielweise der Albulatunnel beim Bau zunächst noch für Dampflokomotiven bestimmt gewesen, setzte man bei der Bernina-Linie, welche zwischen 1908 – 1910 etappenweise eröffnet wurde, von Anfang an auf Elektroantrieb.

1909
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Bildquelle: Wikipedia

Im Jahr 1909 verkaufte die Deutsche Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen (Gesfürel) die AEK-Aktien an das EW Wangen, das mehrheitlich ebenfalls durch die Gesfürel beherrscht wurde.

 

Im gleichen Jahr wurde eine 2-kV-Leitung von Oberdorf auf den Hausberg von Solothurn, den Weissenstein, erstellt.

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Bildquelle: Maschinenmuseum Bad Driburg

Das Versorgungsgebiet der AEK wuchs kontinuierlich, nach und nach wurden Gemeinden sowie Industrie- und Gewerbebetriebe an das Stromnetz angeschlossen. Beispielsweise Gerlafingen 1904, Oensingen 1920.
 

Die elektrische Energie löste auch eine zweite industrielle Revolution aus – die erste war durch die Kohle getrieben gewesen – und erlaubte nun auch kleineren Betrieben und Gewerbetreibenden, Motoren anzuschaffen. Eine Dampfmaschine hätten sich diese kaum leisten können. Bis in die 1930er-Jahre galt Elektrizität als Zeichen für Fortschritt und Modernität.

1916

Unter massgeblicher Beteiligung der BKW wurden 1916 die AEK-Aktien sowie diejenigen des EW Wangen wieder in schweizerischen Besitz, d.h. in die BKW überführt. Diese erstellten im selben Jahr eine 28-kV-Leitung von Bätterkinden nach Luterbach, an die später u.a. das Eisenwerk Von Roll angeschlossen wurde.

1918
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Bildquelle: Buch Solothurner Pioniergeist

Im Jahr 1918 installierte die Von Roll den ersten Elektroofen mit einem Fassungsvermögen von 5 Tonnen.

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Die Haushalte nutzten die neue Energiequelle als erstes fürs Licht. Der Ersatz von Petrol- durch Stromlampen blieb nicht lange ein Privileg der Oberschicht. Ein grosser Vorteil der Stromlampen war, dass sie nicht jeden Tag aufwändig gereinigt werden mussten. Zu Beginn hat jeder Haushalt für den Anschluss ans Stromnetz eine Pauschale bezahlt, es gab noch keine Stromzähler. Je nach Anzahl eingesetzter Glühlampen fiel der Betrag höher oder geringer aus. Die Glühlampen konnten jedoch nur beim EW bezogen werden. Die Leute gingen sehr kreativ mit der Verrechnungsmethodik um und hängten auch Bügeleisen ans Stromnetz – ohne dafür bezahlen zu müssen.

1921
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Im Jahr 1921 erwarb die AEK von der BKW und dem EW Wangen die Verteilanlagen im oberen Kantonsteil. In der Folge versorgte die AEK u.a. auch das Von Roll'sche Eisenwerk in Gerlafingen, die Cellulosefabrik Attisholz, die Papierfabriken Balsthal und Biberist.

1924

Der Aufstieg des öffentlichen Sektors im Bereich der Elektrizitätsversorgung war vor dem Hintergrund der Kommunalisierung und Kantonalisierung der energiewirtschaftlichen Infrastruktur und der wachsenden Kritik an den vom Service public profitierenden privaten Firmen zu sehen, die allzu häufig von ausländischem Kapital abhängig waren. Die Elektrizitätsgesellschaften wurden wie die Gaswerke ab Ende der 1880er-Jahre von den Gemeinden aufgekauft, woraus sich das für die Schweiz typische System der Gemeindewerke entwickelte.

 

Das kommunale Modell verbreitete sich rasch: 1918 verfügten bereits 44 Städte und Gemeinden über eine eigene Stromversorgung. Die Kantone profitierten von ihrem Recht, Konzessionen auf die Nutzung der Wasserkraft zu verleihen, und konnten mit Unterstützung ihrer Kantonalbanken private Werke aufkaufen, was sie der Gründung eigener Unternehmen vorzogen.

 

In Zuge dieser Entwicklungen übernahm die Stadt Solothurn 1924 die Verteilanlagen von der AEK auf Stadtgebiet. Auch Grenchen machte es den Solothurnern gleich.

1925
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1925 eröffnete die AEK in einem Gebäude im Obach einen Verkaufsladen für elektrische Geräte. Dieser hatte Bestand bis 1992.

1926
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Ab 1926 wurde die Kraftzentrale Luterbach infolge stetig steigendem Energiebedarf vollständig umgebaut. Die sechs installierten Jonval Turbinen wurden durch drei Propellerturbinen der neusten Generation ersetzt. Die Stromproduktion konnte dadurch verfünffacht werden

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Nach längerer Diskussion beschloss die Rechnungs-revisionskommission der Stadt Solothurn, dem Solothurner Gemeinderat eine Aktienbeteiligung an der AEK zu empfehlen. Ab Mai 1926 war dann die Stadt am Kapital der AEK mit 134 Namenaktien à 1’000 Franken beteiligt.

1928

Im Jahr 1928 übernahm das EW Olten-Aarburg (heute Alpiq) die Hälfte der AEK-Aktien, welche sich im Besitz der BKW befanden. Damit war das EW zu etwas mehr als 1/3 an der AEK beteiligt.

Zwischen BKW, EW Olten-Aarburg und AEK wurde der sogenannte «Dreiervertrag» abgeschlossen. Der Zweck war, die Produktions- und Verteilanlagen möglichst rationell auszunutzen sowie die Interessen der Stromkunden im Kanton Solothurn sicherzustellen. Dieser Vertrag hielt 88 Jahre, bis 2016 die Alpiq ihre AEK-Beteiligung an die BKW verkaufte.

1939
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Bildquelle: watson.ch

Auch die Schweizerischen Bundesbahnen trugen massgeblich dazu bei, dass sich auf dem Schweizer Schienennetz der Elektroantrieb rasch durchsetzte.
1939 waren in der Schweiz 77 Prozent des Schienennetzes elektrifiziert. In anderen europäischen Ländern lag der Durchschnitt erst bei 5 Prozent.

1945
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-Bildquelle: Buch Solothurner Pioniergeist

Ab 1945 setzte eine rege Bautätigkeit ein, die Industrie erweiterte und modernisierte ihre Produktionsanlagen. Dadurch mussten die Netzkapazitäten (u.a. durch den Bau von 50-kV- Netzen) laufend erhöht und die Versorgungsnetze ausgebaut werden. In dieser Zeit erfolgte auch eine Umstellung der Netzspannung von 10 kV auf 16 kV.

Die technische Entwicklung erlaubte ab den fünfziger Jahren die Erstellung betriebssicherer 16-kV- und 50-kV-Kabelanlagen. Dies wurde notwendig, weil die immer dichtere Überbauung dazu führte, dass Hochspannungsleitungen in die Siedlungsgebiete hineingeführt werden mussten. Dafür stand aber immer weniger Platz zur Verfügung und es mussten auch ästhetische Aspekte berücksichtigt werden.

1955
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Ab 1955 wurden zur Erhöhung der Versorgungs-sicherheit und für eine aktive Netzbewirtschaftung   die Fernbedienungstechnik eingebaut und zudem für die gezielte Laststeuerung Netzkommandoanlagen in den Unterwerken installiert. Der nächste Schritt war die Erstellung von Ringverbindungen für eine zweiseitige Anspeisung der Kunden.

1956
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Bildquelle: Wikipedia

1956 ging das erste kommerziell genutzte Kernkraftwerk im englischen Calder Hall in Betrieb.

1957
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Weil allmählich die getrennte Verrechnung nach Stromanwendungen wie Licht, Wärme und Kraft wegfiel, wurde im Jahr 1957 der Einheitstarif eingeführt. Dadurch konnten die Installationen, Messeinrichtungen und die Verrechnung vereinfacht werden. Die Mitarbeitenden aus dem Bereich Installationen waren gut ausgerüstet unterwegs und haben die Messeinrichtungen bei den Kunden entsprechend umgebaut.

1963
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«Männer macht euch nützlich und helft im Haushalt mit». AEK organisierte 1963 Kochkurse für Männer.

1965
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Bildquelle: Francois Perraudin

Eines der wenigen fossil betriebenen Kraftwerke in der Schweiz, das Schwerölkraftwerk «Chavalon VS», nahm 1965 seinen Betrieb auf. Das Kraftwerk wurde 1999 stillgelegt.

1968
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Bildquelle: Buch Solothurner Pioniergeist

Am 23.9.1968 wurde das KW Luterbach ausser Betrieb genommen. Der Stau der Aare, ausgelöst durch den Neubau des KW Flumenthal, verunmöglichte eine Produktion. Zuletzt lag die Jahresproduktion bei 3.2 GWh.

Furna (Region Prättigau/Davos) eine der letzten Gemeinden in der Schweiz wurde elektrifiziert.

1969
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Bildquelle: ETH Bibliothek lizenziert für Creative Commons

Im Sommer 1969, nach vier Jahren Bauzeit, nahm das erste Kernkraftwerk in der Schweiz (Beznau I) seinen Betrieb auf. Die Produktionsleistung beträgt 365 MW.

1976
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Die Informatik hielt auch bei der AEK Einzug: 1976 wurde die erste EDV-Anlage installiert und in Betrieb genommen.

1978
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Aktive Kundenbetreuung - Marktpräsenz - Marketing/Kommunikation: Wer bekannt sein will, muss sich nach aussen bemerkbar machen. Die AEK präsentierte sich u.a. mit einem eigenen Pavillon an der HESO im Jahr 1978.

1986
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Bildquelle: Tagblatt Letzebuerg

Am 26.4.1986 ereignete sich die Nuklearkatastrophe in Tschernobyl.

1989
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1989 wurde die AEK-Energieberatungsstelle im Verwaltungsgebäude an der Westbahnhofstrasse eröffnet. Später erfolgte der Ausbau zur Energie-beratungsstelle Solothurn und Umgebung.

Weitsichtige Firmen und Institutionen befassten sich in den siebziger und achtziger Jahren mit den Möglichkeiten, neben den bewährten Energiequellen aus Wasser- und Kernkraft auch weitere Ressourcen zu erschliessen. Die Photovoltaik, das heisst die Stromerzeugung aus Sonnenenergie, galt dabei als ein grosser Hoffnungsträger.

1990
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Bildquelle: Swiss Info

Aufgrund der positiven Betriebserfahrung mit einer Anlage auf dem Elektrowatt-Gebäude in Zürich wurde 1985 die Idee eines eigentlichen Sonnenkraftwerks entwickelt.

Am 17. Mai 1988 wurde das Baugesuch für die Errichtung eines Sonnenkraftwerks von 500 Kilowatt Leistung eingereicht. Knapp elf Monate später wurde die Baubewilligung erteilt. Den Initianten, der BKW und Elektrowatt, gelang es, innert Jahresfrist eine breit abgestützte Trägerschaft für das Projekt zu begeistern. Am 6. Juni 1990 erfolgte die Gründung der Gesellschaft Mont-Soleil, welcher die AEK im selben Jahr beitrat.

1991
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Mit dem bedarfsgerechten Unterhalt, Aus- und Neubau von Stromnetzen, wird eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet. Die AEK übernahm 1991 die dafür spezialisierte Unternehmung Arnold AG mit Sitz in Selzach und Ecublens. Damit konnte die AEK ihr Tätigkeitsgebiet und Dienstleistungsangebot erweitern. Ab den Jahren 2001 bis 2011 gingen die Anteile an der Arnold AG schrittweise an die BKW über. Heute besitzt sie 100% der Anteile.

1992
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Bildquelle: Schweizer Heimatschutz

1992 versorgte die AEK mittlerweile mehrere, sehr stromintensive Industriebetriebe wie Von Roll AG Gerlafingen, Cellulose Attisholz, Papierfabriken Balsthal und Biberist, Gebr. Sulzer AG und die Scintilla AG.

Zudem wurden 31 Gemeinden direkt und 10 Gemeinden via Wiederverkäufer mit Strom versorgt. Dies waren rund 100'000 Einwohner, 600 Industrie- und Gewerbebetriebe sowie 3 Bahnen. Der Strom-bedarf belief sich auf insgesamt 1'000 GWh/ Jahr.

1993
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Die AEK erhielt 1993 eine neue Firmenbezeichnung «AEK Energie AG» und einen neuen Auftritt.

Im gleichen Jahr stieg die AEK ins Anlagen-Contracting Geschäft ein. Als erste Anlage entstand ein Block-heizkraftwerk beim Gartencenter Wyss in Zuchwil.

1994
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Im Jahr 1994 durfte die AEK ihr 100-jähriges Bestehen feiern.

Damit auch die Bevölkerung am Geburtstagsfest teilnehmen konnte, wurden in 20 Gemeinden die AEK-Zelte aufgeschlagen und die Bevölkerung zu einem kleinen Imbiss eingeladen.

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Schon seit Beginn führte die AEK Elektro-Installationsarbeiten aus. Um die Kräfte zu bündeln, wurde am 1. Januar 1994 die AEK Elektro AG gegründet. Das vorwiegend auf den Industrieservice ausgerichtete Installationsgeschäft, d.h. Elektro-Installationen, Kommunikation und Lichttechnik, entwickelte sich in den Folgejahren stetig weiter.

1995
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Bildquelle: Papieri Biberist

1995 suchte die Papierfabrik Biberist infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten einen Käufer für ihre Energiezentrale. ATEL, BKW, AEK und die Papierfabrik Biberist gründeten in der Folge die Aktiengesellschaft Energie Biberist AG «EBAG» und übernahmen für 40 Mio. CHF die Heizzentrale.

Die Absicht war, zwischen der KEBAG Zuchwil und der Papierfabrik eine Ferndampfleitung zu bauen, um den benötigten Prozessdampf vorwiegend nicht mehr mittels Gas zu produzieren, sondern direkt ab der KEBAG zu beziehen. Für deren Realisierung dauerte es jedoch noch einige Jahre.

 

1996
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Bildquelle: Bieler Tagblatt

Im Jahr 1996 wurden die ersten 3 Windturbinen auf dem Mont Crosin mit einer Leistung von je 600 kW in Betrieb genommen.

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Während zweier Monate war das AEK Audio-Rama unterwegs, um Jugendlichen aufzuzeigen, was sie ihren Ohren mit Walkman-Kopfhörern zumuten. Gleichzeitig wurden Energiethemen bearbeitet. Über 3'000 Jugendliche hatten die Aufklärungsarbeit genutzt.

Die Elektroabteilungen der Cellulose Attisholz und der Tela Niederbipp wurden in die AEK Elektro AG ausgelagert. 25 Mitarbeitende und 5 Lehrlinge fanden eine neue Anstellung bei der AEK.

1999

Das wachsende Bedürfnis für Ökostrom bei der Bevölkerung wurde 1999 zusammen mit den Städtischen Werken Solothurn und Grenchen durch ein eigenes Ökostromprodukt abgedeckt. Mit Sonnenstrom von einer PV-Anlage auf dem AEK-Gelände im UW Luterbach und Strom aus verschiedenen Kleinkraftwerken in der Region war dieses nachhaltig hergestellte Produkt zusammengesetzt.

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Bildquelle: NZZ

Der Sturm «Lothar» vom 26.12.1999 hinterliess grosse Waldschäden und auch weitreichende Beschädigungen an Infrastrukturanlagen der Stromversorger.

2000

Am 24.9.2000 verwarf die Schweizer Stimm-bevölkerung die Energievorlage (Solarrappen, Förderabgabe für erneuerbare Energien, Energielenkungsabgabe) an der Urne deutlich.


Die bevorstehende, für das Jahr 2002 geplante Strommarktöffnung warf ihre Schatten voraus. Grosse Stromverbraucher fordern günstigere Strompreise.

Die AEK erbrachte ihren Vertriebspartnern wertvolle Unterstützung in Fragestellungen eines geöffneten Strommarktes.

2001
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Bildquelle: Verwaltung Oensingen

Im Jahr 2001 verkaufte die Gemeinde Oensingen ihr Stromnetz der AEK. Dadurch wurden zukünftig alle Strombezüger auf Gemeindegebiet Oensingen direkt durch die AEK versorgt.

Gegen Ende des Jahres wurde ein Gesuch für den Bau einer Leichtwindanlage im Gebiet Oberrüttenen eingereicht. Die AEK unterstützte das Projekt, indem die Standortabklärungen finanziert und ein Investitionsbeitrag geleistet wurden.

 

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Der Verkaufsladen (Lichtstudio) an der Hauptgasse wurde geschlossen. Das jeweils dekorativste Schaufenster der Stadt Solothurn war Geschichte.

2002
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Der Contracting-Bereich realisierte bei der Firma Agathon in Bellach eine Druckluftanlage und bietet damit erstmals vier Energieformen als Contracting-Lösung an: Elektrizität, Wärme, Kälte und Druckluft.

Für den Kompetenzaufbau im Bereich der industriellen Automation im eigenen Hause, wurde auf Anfang 2002 die Firma INDUMO mit Sitz in Buchs (AG) übernommen. In den Folgejahren konnten u.a. die Kerichtverbrennungsanlagen in Zuchwil, Thun und Trimmis mit Elektro-, Leittechnik und Installationen ausgerüstet werden.

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Die projektierte Leichtwindanlage in Oberrüttenen konnte ihren Betrieb aufnehmen und in der Folge den AEK-Kunden auch nachhaltig produzierten Windstrom angeboten werden.

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Auch auf dem Gebiet nachhaltiger Energieträger hat die AEK zukunftsweisende Entscheide gefällt. Im Mai 2002 wurde die AEK Pellet AG gegründet und bereits Ende Jahr stand in Balsthal ein betriebsbereites Produktionswerk.
Die Idee der Pelletproduktion war aus der Situation entstanden, das Sturmholz, das nach nach dem Jahrhundertsturm Lothar von Ende 1999 angefallen war, sinnvoll zu nutzen. Mit der Herstellung von Pellets konnte ein CO2-neutraler Brennstoff angeboten werden.

Die Schweizerinnen und Schweizer hatten am 22.9.2002 das Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) abgelehnt und somit gegen eine Liberalisierung des Strommarktes gestimmt.
Doch bereits 3/4 Jahre später hatte das Bundesgericht mit einem auf dem Kartellrecht basierenden Urteil einer «fallweisen Durchleitung» den Strommarkt faktisch geöffnet. Für die Umsetzung aber fehlte die Spezialgesetzgebung.

2003

Mit dem im Jahr 2003 lancierten Förderprogramm wurde während 3 Jahren der Einbau von Wärmepumpen im Versorgungsgebiet der AEK finanziell unterstützt.
Die Aktion fand grosse Beachtung und bis am Ende wurden über 1.1 Mio. CHF ausbezahlt.

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Der Ausbildung junger Menschen wurde bei der AEK immer viel Beachtung beigemessen. Im Jahr 2003 wurden in der AEK-Gruppe rund 40 junge Berufsleute in verschiedenen Berufsgattungen (Elektro-installateure, Netzelektriker, KV, Maschinenführer etc.) ausgebildet.

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Die Teilnahme an der über die Region hinaus bekannten Herbstmesse Solothurn «HESO» wurde mittlerweile fixer Bestandteil der Jahresaktivitäten und bot die einmalige Gelegenheit, mit Kunden, Partnern und der Bevölkerung den direkten Kontakt zu pflegen.

2004
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2004 gründete die AEK die Firma Securon AG, zuständig für Kontrollen von Elektroinstallationen. Das Herauslösen dieser Kontrollaufgaben aus der AEK Energie AG basierte auf einer Gesetzesänderung, die den Markt der Hausinstallationskontrollen (HIK) liberalisierte und den Netzbetreibern untersagte, Kontrollen selber durchzuführen.

Die faktisch vollzogene Strommarktöffnung, welche jedoch erst 2009 auf Gesetzesstufe für Kunden >100 MWh/Jahr erfolgte, warf weiterhin ihre Auswirkungen voraus. Energie Solothurn entschied, ab 2006 den Strom nicht mehr bei der AEK einzukaufen. Die Gemeinde Biberist beschloss, die Gründung eines eigenen Energieversorgungsunternehmens.

2005
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Seit Realisierung der ersten Contracting-Anlage im Jahr 1993, hatte sich das Contracting-Geschäft bis ins Jahr 2005 sehr erfolgreich entwickelt. Die AEK betrieb mittlerweile im Raum Solothurn verschiedenste Anlagen nach dem Contracting Modell: Dazu gehörten Wärmepumpen für EFH, Wärme-Kälte Anlagen, Blockheizkraftwerke, Pelletkessel sowie Nahwärmeverbunde.

Seit 2005 setzt die AEK im Contracting-Geschäft konsequent auf erneuerbare Energien.

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Im Juni 2005 konnte die Ferndampfleitung zwischen der KEBAG Zuchwil und der M-real Biberist (ehemals Papierfabrik Biberist) in Betrieb genommen werden. Sie wurde auf weiten Strecken über dem Emmenkanal erstellt. Mit der Leitung erfolgte die Dampfaufbereitung für die Papierfabrik primär nicht mehr mit Gas sondern mit Wärmeenergie, einem Abfallprodukte aus der Kehrichtverbrennungsanlage. Die Energiekosten pro Jahr konnten dadurch auf Millionenhöhe reduziert werden. Es war geplant, später auch angrenzende Gewerbe, KMU, öffentliche Gebäude sowie private Haushaltungen an die Leitung anzuschliessen.

Die Geschäftsidee war aus ökonomischer Sicht sehr riskant, da es zum Start nur einen Kunden gab, die Papierfabrik. Aus ökologischer Sicht hingegen war das Projekt ein Leuchtturm - nicht nur in der Region, sondern schweizweit. Damals war es das grösste Projekt zur Reduktion von CO2 in der Schweiz.

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Bildquelle: Handelszeitung, Keystone

Die Swissgrid, nationale Netzgesellschaft und zuständig für den sicheren Betrieb und die Überwachung des Schweizer Übertragungsnetzes, wurde von den grossen schweizerischen Verbundunternehmen gegründet.
Seit Dezember 2006 koordiniert Swissgrid das aus 8 Regelzonen bestehende Übertragungsnetz.

2006
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2006 wurde für das Unterwerk «Klus», ein Gemeinschaftsprojekt der AEK, aen und onyx, die Baubewilligung erteilt. Mit diesem Unterwerk konnte die Versorgungssicherheit für die Region Oensingen / Thal erhöht und dem steigenden Strombedarf Rechnung getragen werden. Nach einer Bauzeit von rund 1½ Jahren erfolgte im Jahr 2007 die Inbetriebnahme.

Die AEK bekam als erste Energieversorgerin der Schweiz das Zertifikat für freiwilligen Klimaschutz. Die AEK verpflichtete sich, in ihren eigenen Liegenschaften und bei den Contracting-Anlagen den CO2 Ausstoss zu reduzieren.

Als Folge verschiedener Ereignisse in der Vergangenheit, soll das europäische Stromversorgungsnetz gegen grossflächige Blackouts geschützt werden. Deshalb wurden alle Transformatoren auf der Netzebene 50 kV und 16 kV mit Schutzmassnahmen (UFLS) ausgerüstet. Dies ermöglicht im Ereignisfall, gezielt gewisse Gebiete vom Stromnetz zu trennen, um damit das restliche Netz zu stabilisieren.

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In diesem Jahr erfolgte mit insgesamt 1'474 GWh die höchste je erreichte Energieabgabe über das Versorgungsnetz der AEK.

2007

2007 beschloss das Parlament, ab 1.1.2009 die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) einzu-führen. In der Folge stiegen die Anfragen auch bei AEK für die Installation von PV-Anlagen markant an.

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Als Markenbotschafterin für AEK-Pellets konnte die äusserst erfolgreiche OL-Läuferin Simon Niggli-Luder gewonnen werden. Sie wird zukünftig die Marke AEK-Pellets vor allem auch national nach aussen tragen.

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Per 1.1.2007 erwarb die AEK die Aktienmehrheit an der Ziegler AG in Zuchwil. Dadurch stärkte die AEK Elektro AG ihre Marktpräsenz und erweiterte ihr Wirkungsfeld.

2008
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Ab dem Jahr 2008 wurden alle Gebäude der AEK zur rauchfreien Zone erklärt.

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An der diesjährigen HESO standen die AEK-Lernenden im Mittelpunkt. Unter dem Motto «Volt Ihr Spannung» stellten sie den Messebesuchern ihre Berufe vor.

Am 1. April 2008 wurde das Strommarktgesetz in Kraft gesetzt.

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Bildquelle: Felix Gerber

Im November 2008 stellte die Zellulosefabrik Borregaard in Luterbach ihren Betrieb ein. Mit der Schliessung verlor die AEK einen grossen Strom-abnehmer.

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Die Erhöhung der Produktionskapazität im Pelletwerk Balsthal wurde abgeschlossen. Die jährliche Produktionsmenge konnte dadurch auf 60'000 Tonnen gesteigert werden. Am Tag der offenen Tür im Juni hatten über 800 Interessierte die Anlagen besichtigt.

2009
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Bildquelle: Keystone / Urs Flueeler

Durch den Zusammenschluss von Atel und EOS entstand Anfang 2009 unter dem Namen Alpiq der grösste Energiedienstleister der Schweiz.

Ab dem Jahr 2009 müssen auf den Energie-rechnungen die Kostenelemente Energie, Netz und Abgaben getrennt ausgewiesen werden. Dies erforderte grössere Anpassungen in den Bereichen Kostenrechnungen und Energieverrechnung.

Seit 1. Januar 2009 können Kunden mit einem Jahresverbrauch >100'000 kWh ihren Energie-lieferanten frei wählen. Diese Teilmarktöffnung hat bis zum heutigen Datum Bestand. Die volle Marktliberalisierung ist nach wie vor umstritten, jedoch Bedingung für ein Stromabkommen mit der EU.

Die FDP Schweiz verlieh der AEK den KMU-Innovationspreis für den Mut zur Innovation und Nachhaltigkeit.

Zusammen mit «Energie Zukunft Schweiz» lancierte die AEK das Programm «Jetzt – energetisch modernisieren» für das Privatkunden-Segment.

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Bildquelle: Energate Messenger Schweiz

Swissgrid übernimmt 2009 den Betrieb des gesamten Höchstspannungsnetzes.

2010
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Die AEK erwarb im Jahr 2010 40% der Anteile an der Mollet Energie AG, Solothurn, welche in den Bereichen Netzplanung, Installationsplanung, Netz-dokumentation und Schutzkonzepte tätig ist.

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Ein Fernwärmenetz der AEK, erstmals betrieben mit einer Holzschnitzel Heizzentrale, nahm in Balsthal den Betrieb auf. Damit können jährlich bis zu 1'220 Tonnen CO2-Ausstoss eingespart werden.  Die Holzschnitzel stammen aus regionalen Wäldern.

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Als erste Gemeinde im Versorgungsgebiet der AEK entschied Obergerlafingen, die Strassenbeleuchtung nachts zwischen 1 bis 5 Uhr aus ökologischen Gründen auszuschalten.

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Bildquelle: Gewerbepuls

Die Elektro Zaugg GmbH in Solothurn wurde ins Filialnetz der AEK Elektro AG integriert.

2011

Im Jahr 2011 wurde die Papierfabrik «Sappi»  (ehemals Papierfabrik Biberist) geschlossen. Die Investitionen in die Ferndampfleitung waren dadurch gefährdet und eine ausserordentliche Abschreibung musste getätigt werden.

Die AEK erhöhte ihre Anteile an der Mollet Energie AG auf 66%.

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Bildquelle: The Telegraph

Am 11.3.2011 zerstörte ein Tsunami das Kern-kraftwerk Fukushima und löste eine nukleare Katastrophe aus. Der Reaktorunfall führte zu grossen Umwälzungen hinsichtlich der Kernenergie. Dies auch in der Schweiz. Bereits im Mai entschied der Bundesrat, schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen.

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Für die Mitarbeitenden der AEK Elektro AG standen ab diesem Jahr 2 Elektro-Roller und 2 E-Bikes für geschäftliche Zwecke zur Verfügung.
Die AEK installierte zudem am Hauptsitz ihre erste Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge.

Ein schöner Erfolg für die Anstrengungen aus der Vergangenheit: Die AEK belegte im Lehrstellen-Ranking Platz 4 von 100 bewerteten Unternehmen.

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Ende 2011 hatte die AEK bei 20 Kunden ein «In-Home-Display» zur Kontrolle des Stromverbrauchs und zur Optimierung des Verbrauchsverhalten installiert.

2012
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Die AEK Pellet AG gewann 2012 den Solothurner Unternehmerpreis.

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In diesem Jahr wurden über 130 neue PV-Anlagen an das Netz der AEK angeschlossen. Dies erforderte teilweise umfangreiche Netzverstärkungen bis hin zum Bau neuer Trafostationen.

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Im 1. Quartal war Baubeginn für den Wärmeverbund Roggwil.
In Bellach wurde die bisher grösste Holzheizzentrale realisiert. Damit soll der Bedarf von 800'000 l Heizöl eingespart werden können.

2013

Anfang 2013 wurde die Swissgrid Eigentümerin des Schweizerischen Übertragungsnetzes, nachdem sie 2009 dessen Betrieb übernommen hatte. Dieses zeigt sich mit folgenden Eckwerten:

   
Länge 6'700 km
Spannungsebene 220 kV / 380 kV
Unterwerke 141
Strommasten 12’000
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Die AEK und das Amt für Umwelt (AfU) nahmen in Solothurn gemeinsam eine Schnell-Ladestation für Elektrofahrzeuge in Betrieb.

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Erstmals setzte die AEK für die Leitungskontrolle einen Hubschrauber mit Spezialkamera ein. Dadurch können in Zukunft auch Leitungen, die unter Spannung stehen, geprüft werden.

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Auf dem Gelände des UW Luterbach erstellte AEK für den Contractingbereich eine Halle nach modernsten Gesichtspunkten energetisher Bauweise. Für den Energiebedarf wurde eine Pelletheizung, der Anschluss an den Nahwärmeverbund und eine PV-Anlage realisiert.

AEK verstärkte ihr Engagement zur Unterstützung einer nachhaltigen Energie-Zukunft. Dazu wurden für die Bereiche dezentrale Produktionen, smart metering und smart living, Energieeffizienz sowie Energie-management (Messung/Steuerung) weitere zukunftsweisende Lösungen erarbeitet.


Stromlieferungen für den Privatkundenbereich stammen zukünftig standardmässig zu 100% aus erneuerbaren Quellen.

2014
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Seit April 2014 konnten dezentrale Stromproduzenten ihre selbst produzierte Energie auch selber verbrauchen. Die AEK unterstützte Anlagenbesitzer mit Beratung und Installationsarbeiten in den Umsetzungsaufgaben.

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Die AEK-Energieberater waren die ersten im Kanton Solothurn, welche durch die Cleantech Agentur Schweiz akkreditiert und zur «act-Beratung»  (umfassende Beratung und Begleitung im Prozess  zur Befreiung von der CO2- und KEV-Abgabe durch Effizienzmassnahmen bei grösseren Industrie-betrieben) zugelassen wurden.

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Die AEK Pellet AG lancierte ein neues Angebot: Chatnelle-Hygiene-Pellets. Eine innovative Alternative zur herkömmlichen Katzenstreu aus Schweizer Holz.

AEK und ProBus Technik AG gründeten die ProBus Espace AG. Das Angebot: Dienstleistungen im Bereich der intelligenten Energiesysteme.

Die AEK rüstete die Gemeinden Lüsslingen und Lüterkofen-Ichertswil mit Smart Meter aus.

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Die AEK Elektro feierte ihr 20-jähriges Bestehen. In diesen 20 Jahren entwickelte sich unter anderem auch die Kommunikationstechnik sehr rasant weiter. Wer hätte zu Anfangszeiten gedacht, dass man seine Haushaltsgeräte, Beleuchtungen und Storen über ein Tablet steuern kann und dazu nicht einmal zuhause sein muss.

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Bildquelle: glassdoor

Auch herausfordernde Elektro-Installationsprojekte wie der Neubau Tela Niederbipp, Birchitunnel A5, KEBAG Zuchwil usw. konnten in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt werden.

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Am 20.12.2014 wurde die neue Gondelbahn auf den Hausberg von Solothurn offiziell eröffnet. Die Seilbahn mit 49 Gondeln kann nun während des ganzen Jahres bis zu 900 Personen pro Stunde transportieren. Die rund 10 Minuten dauernde Fahrt ist über 2,2 Kilometer lang.

2015
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2015 wurde die erste Hochleistungs-Ladestation für Elektrofahrzeuge in der Gemeinde Zuchwil in Betrieb genommen. Das Angebot «Elektromobilität» der AEK läuft zukünftig unter der Marke «my elmo».

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Der amerikanische Biotechnologiekonzern «Biogen» baut auf dem Areal Attisholz Süd eine hochmoderne Produktionsanlage. AEK wurde mit der Erschliessung des Stromnetzes beauftragt. Im Vorfeld musste die AEK bestehende Stromleitungen und eine Trafostation verlegen.

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Bildquelle: SRF

Die Schweizerische Nationalbank hob den Euro-Mindestkurs auf. Dies hatte einen direkten Einfluss auf die Strompreisentwicklung an den Handelsplätzen. Die Strompreise wurden günstiger.

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Das modernste Flusskraftwerk der Schweiz, das Wasserkraftwerk Hagneck, ging am 23. Oktober 2015 in Betrieb.

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Die BKW beurteilte die politischen, regulatorischen und finanziellen Entwicklungen hinsichtlich der Kernenergie in der Schweiz. In der Folge reichte sie am 18.12.2015 beim UVEK das Stilllegungsgesuch für das Kernkraftwerk Mühleberg ein.

2016

Im Jahr 2016 kaufte die BKW von der Alpiq deren Anteile an der AEK. Gleichzeitig unterbreitete die BKW allen anderen AEK-Aktionären ein Übernahmeangebot. Nach Abschluss der Kaufaktivitäten besass die BKW einen Anteil von etwas mehr als 96% an der AEK.

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Die BKW entscheidet, die beiden regionalen Energieversorger AEK und onyx in einer Betriebsgesellschaft (AoA) zusammenzuführen. Die Marken AEK und onyx bleiben jedoch bestehen und für die Kunden entstehen keine Änderungen bei den Ansprechpersonen.

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Mit der Zusammenführung der beiden Unter-nehmungen können Synergien genutzt und die vorhandenen Produkte und Dienstleistungen beider Organisationen sowie die Angebote aus der BKW-Gruppe zukünftig in der Marktbearbeitung erfolgreich eingesetzt werden.

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Zusammen mit Alpiq, Adaptricity sowie Landis&Gyr startete die AEK das Projekt «Sologrid». Ziel ist, eine optimale Ausnutzung der Netzinfrastrukturen zu gewährleisten bei immer stärker zunehmenden dezentralen Produktionen und Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Elektroladestationen. Auch die Einbindung von Stromspeichern soll berücksichtigt werden. Das Pilotprojekt wurde durch das BFE als Leuchtturmprojekt anerkannt und durch die Energiefachstelle des Kanton Solothurn unterstützt.

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Die AEK Elektro AG erwarb per 1. Januar 2016 die Charles Kölliker Elektroinstallationen in Kestenholz. Damit konnte der bisherige Inhaber Charles Kölliker seine Nachfolge regeln und die AEK Elektro AG ihr Filialnetz weiter ausbauen und stärken.

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Im Mai wurde die neue Trocknungsanlage «Holz Energie Klus» mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht. Mit der neuen Anlage erfolgt der Trocknungsprozess für den Pellet-Rohstoff Holz mittels Recyclingholz anstelle Gas. Dadurch
kann der CO2 -Ausstoss massiv gesenkt werden.

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Die AEK erhält vom Departement für Bildung und Kultur des Kanton Solothurn die Auszeichnung «Ausbildungsbetrieb des Jahres 2016».

2017
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Bildquelle: Kaspar Huggenberg

Am 21.5.2017 sagte die Schweizer Stimm-bevölkerung mit 58.2% JA zur Energiestrategie 2050.

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Am 12. Juni 2017 wurde die Schnell-Ladestation auf der Autobahnraststätte Deitingen (die erste auf einer Autobahnraststätte im Kt. Solothurn) eingeweiht.

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Im Oktober erfolgte der Spatenstich für das Gross-projekt Wärmeverbund Champagne in Biel, zusammen mit der Stadt Biel und dem Energie Service Biel. Die Liegenschaften werden mit Wärme aus erneuerbarer Energie beheizt, die mittels Wärmepumpen dem Grundwasser entnommen wird.

2018
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Ab 1.1.2018 erhalten alle AEK-Kunden in der Grundversorgung unter der Bezeichnung energy blue standardmässig Strom zu 100% aus zertifizierter Wasserkraft. Die Energie ist CO2-frei und stammt aus regionalen und weiteren Wasserkraftwerken aus der Schweiz. Nebst energy blue kann der Kunde zwischen energy green (Sonnenenergie) und energy grey (vorwiegend Kernenergie) wählen.

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In Madiswil hatte die AEK und onyx zusammen mit der BKW eine Home Energy Lösung geplant und umgesetzt. Mit der auf dem Firmendach installierten PV-Anlage, dem Eigenverbrauchsmodell mit Strom-speicher, kann 37% der benötigten Energie aus der eigenen Anlage bezogen werden. Zusätzlich wurde auch eine öffentlich zugängliche Stromladestation errichtet.

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Im November erfolgte der Spatenstich für das Logistikzentrum Luterbach. Mit BKW, AEK, onyx, Arnold und BKW AEK Contracting werden ab Ende 2019 rund 140 Mitarbeitende an diesem Standort arbeiten.

2019
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2019 feiert die AEK ihr 125-jähriges Jubiläum. Das Unternehmen ist mit rund 240 Mitarbeitenden für die anspruchsvolle Energiezukunft schlagkräftig und breit gefächert aufgestellt. Als innovative Energieversorgerin und Dienstleisterin bleibt sie weiterhin regional präsent und nah bei ihren Kunden. Anlässlich der HESO 2019 präsentiert sich die AEK mit einer Sonderschau.

Erstmals in der Schweiz wird am 20. Dezember 2019 mit dem Kernkraftwerk Mühleberg ein Atomkraftwerk ausser Betrieb genommen.

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